Für die „Diva“ beginnt die heiße Phase

„More Salt“: Acherner Rennmaschine am Start auf dem Salzsee von Bonneville

Autor/Foto: Roland Spether

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Achern (esp). Die „Diva“ vom Racing-Team „More Salt“ ist bereits in den USA, der erste Gang ist eingelegt und der Countdown läuft für Bonneville im Doppelpack. „Wir werden da sein“, so die klare Ansage des Teams um Günter Retsch für zwei Starts mit der selbst aufgebauten Rennmaschine auf dem legendären Salzsee und den erneuten Versuch, als zweiter deutscher Motorradfahrer in den 200-Meilen-Club zu düsen.

„Dies ist das erste Ziel, was dann noch kommt, nehmen wir gerne mit“, so Günter Retsch.Um das große Ziel zu erreichen, muss Günter Retsch mindestens 201 Meilen schnell sein, das sind 323,478 Stundenkilometer. Vor zwei Jahren waren die fehlende Zeit und die zu wenigen Starts die größten Probleme, um die Maschine auf die salzige Piste fein abzustimmen. Beim Start 2012 hatten Günter Retsch und das Team zum einen den FIM-Weltrekord (Federation Internationale de Motocyclisme) mit 169,047 Meilen (272,272 Stundenkilometer) auf der „fliegenden Meile“ herausgefahren, zum anderen bekam das Team den Nationalen AMA-Rekord in der Zweizylinder- Klasse bis 1 000 Kubikzentimeter anerkannt. Am 9. August erfolgt die erste Technische Abnahme durch den Veranstalter Southern California Timing Association, die Läufe vom 9. bis 15. August sind für Günter Retsch und Ersatzfahrer Daniel Grießmayer das „Vorspiel“ für Größeres mit Vollgas im sechsten Gang. „Hier schießen wir uns auf die 200 Meilen ein“, meint Günter Retsch, denn die Weltrekordwertungen der FIM sind erst auf der zweiten Veranstaltung vom 23. bis 25. August möglich. Hier ist die American Motorcyclist Association der Veranstalter, der die Rekorde der Motorcycle Speed Trials und vielleicht einen neuen FIM-Weltrekord der komplett überarbeiteten „Diva“ im neuen knallgelben Outfit listet. Die heiße Phase der Mission „200 Meilen“ beginnt am Sonntag, 3. August, wenn Trucker Torsten Peter über den großen Teich jettet und am nächsten Tag in Houston/Texas den „Sprinter“ mit der wertvollen Fracht in Empfang nimmt. Mit dem Containerschiff „Düsseldorf Express“ waren das Fahrzeug und die gut verstaute Rennmaschine am 22. Juli eingetroffen, nun wird Torsten Peter als erster vom Team auf amerikanischem Boden wieder Kontakt mit der „Diva“ haben. An Bord hat er neben einer nahezu kompletten Werkstatt inklusive Ersatzmotor und allem Notwendigen auch die Badische Flagge, die wie 2012 im Camp des Racing-Teams mitten aus Baden auch gehisst wird. Die Strecke von Houston bis zum Salzsee beträgt 2 750 Kilometer, vor zwei Jahren schaffte er zwischen 750 und 1 000 Kilometer pro Tag. Am 8. August will er dann in Salt Lake City mit dem Ehepaar Peggy und Günter Retsch und weiteren Team-Mitgliedern zusammentreffen, um dann gemeinsam ins 200 Kilometer entfernte Wendover ins Motel zu fahren. Dann ist es nicht mehr weit zur Pole Position in Bonneville.

 

 

Service

„Live“ dabei sein können die Freunde und Fans im Internet unter www.moresalt.de über die Veröffentlichungen in Facebook und Youtube sowie natürlich über die Berichterstattung im ABB.